Basis der Gewaltfreien Kommunikation

Ihre Grundannahmen:

  1. Alles, was wir Menschen tun, ist ein Versuch, uns Bedürfnisse zu erfüllen.
  2. Wenn wir es absolut freiwillig tun können, unterstützen wir Menschen einander gerne
    (das Schenken erfüllt uns mit Befriedigung).

Die Neurobiologie bestätigt

Diese Grundannahmen , also die Basis der Gewaltfreien Kommunikation, wurden in den letzten 10 Jahren von der Neurobiologie eindrucksvoll bestätigt:

  • Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit/ Schmerzgrenze
  • Gerald Hüther: Die Evolution der Liebe/ Biologie der Angst/ Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn
  • David Servan – Schreiber: Die neue Medizin der Emotionen

 

Fazit:

unser Motivationssystem orientiert uns auf gute Beziehungen hin, weil sie mit Glücksgefühlen verbunden sind (Dopamine, Oxytozine).
Stresshormone werden ausgeschüttet, wenn Beziehungen oder das eigene Leben in Gefahr sind (Notfall-Ausstattung, nicht Normal-Ausstattung).

Liv Larson

Liv Larssons Auseinandersetzung  mit „Schuld und Scham“ dockt an dieser Basis an: immer, wenn wir Angst haben, aus der Gemeinschaft herauszufallen, entsteht Scham (= unser Schutz für unsere Existenz in der Gruppe).  Ihr „Rezept“: Der Scham nicht ausweichen, sondern ihr auf den Grund gehen –  unerfüllte Bedürfnisse identifizieren.

Marshall B. Rosenberg

Unsere Bedürfnisse sind die „Schönheit“ in uns. Über die Bedürfnisse sind wir alle miteinander verbunden. Wenn ich mit meinen Bedürfnissen in Verbindung komme, gehöre ich (wieder) zur Gattung Mensch dazu, ich erlebe (erneut) meine Zugehörigkeit, worauf ich zutiefst orientiert bin (siehe Neurobiologie).

 

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